Amateurfunkstation DL1SJN

Informationen zum Not- und Katastrophenfunk

Notfunk-Applikationen und die 3-3-3 Regel

Die 3er-Regel (auch bekannt als 3-3-3 Regel) ist ein bewährtes Standardverfahren im Notfunk, um bei großflächigen Stromausfällen (Blackouts) oder Krisen die Batterien der Funkgeräte zu schonen und dennoch eine verlässliche Erreichbarkeit sicherzustellen. Ergänzend dazu helfen moderne Notfunk-Applikationen, den Ausfall klassischer Mobilfunknetze über alternative Wege zu überbrücken.

Das Kernprinzip der 3-3-3 Regel:
Schalten Sie Ihr Funkgerät im Krisenfall alle 3 Stunden für genau 3 Minuten auf der vereinbarten Hauptfrequenz ein, um zu lauschen oder Notmeldungen abzusetzen.

Das Sendeschema (Uhrzeiten & Intervalle)

Um die Erreichbarkeit ohne Absprache zu garantieren, erfolgt die Aktivierung zu festen Uhrzeiten. In der verbleibenden Zeit bleibt das Gerät komplett ausgeschaltet, was die Akkulaufzeit vervielfacht.

Intervall Aktivitätszeitraum (3 Minuten) Frequenz / Kanal (Beispiel)
Nacht 100:00 - 00:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Nacht 203:00 - 03:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Früh 106:00 - 06:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Früh 209:00 - 09:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Mittag12:00 - 12:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Nachmittag15:00 - 15:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Abend 118:00 - 18:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)
Abend 221:00 - 21:03 UhrJedermannfunk Kanal 3 (PMR/CB)

Der "T-Day" (Die monatliche Notfunk-Übung)

Moderne Notfunk-Applikationen als Ergänzung

Da reguläre Mobilfunkmasten bei Stromausfällen meist nur wenige Stunden gepuffert sind, bieten dedizierte Applikationen netzunabhängige Alternativen:

Infrastruktur: Jedermannfunk vs. Amateurfunk