Eine preiswerte und effektive Antennenlösung, die vor allem durch ihre einfache Bauweise aus Standard-Koaxialkabel überzeugt, jedoch beim Abgleich Präzision und Geduld erfordert.
Der vertikale EndFed-Dipol auf Koax-Basis ist ein klassisches Bastlerprojekt. Das Prinzip basiert darauf, das Kabel selbst als strahlendes Element zu nutzen. Ein essenzieller Bestandteil ist die am unteren Ende gewickelte Koax-Spule; diese fungiert als Mantelwellensperre (RF Choke) und verhindert, dass Hochfrequenz auf der Abschirmung zurückfließt, was den Wirkungsgrad massiv steigern kann.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die theoretische Wellenlängenberechnung meist nur als grober Richtwert dienen kann. Durch physikalische Umwelteinflüsse, die Montagehöhe und die spezifische Ausführung der Spulenwindungen weicht die tatsächliche Resonanzfrequenz fast immer von den Idealmaßen ab. Ein iterativer Abgleich durch vorsichtiges Kürzen oder Anpassen der Geometrie ist daher für ein optimales Stehwellenverhältnis (SWR) unumgänglich.